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20.03.2008: Feinstaubplakette die neuste Abzocke der EU


In immer mehr Städten und Regionen Deutschlands dürfen nur noch Fahrzeuge mit amtlicher Feinstaubplakette in die neuerdings ausgewiesenen Umweltzonen fahren. Ohne Plakette drohen ein Verwarnungsgeld von 40 Euro und zusätzlich ein Punkt in der Autosünderkartei in Flensburg.
Seit dem 01.01.2008 muss man sie nun haben. Wenn man beispielsweise in Berlins Innenstadt fahren will, muss man die Feinstaubplakette hinter die Windschutzscheibe kleben. Mit dieser Plakette werden dann alle Fahrzeuge, die einen höheren Schadstoffausstoß haben und nicht mindestens die Euro2-Norm erfüllen, aus diesen Städten verbannt.

Begründet wird dieses vor allem mit den Gesundheitsgefahren, die durch Übermengen an Feinstaub entstehen. Natürlich, unsere Gesundheit ist ein hohes Gut und der Staat sollte alles dafür tun, um möglichst viele Gesundheitsgefahren von seinen Bürgern fernzuhalten. Und daß jedes Auto gesundheitsgefährdende Abgase ausstößt, ist mittlerweile wohl jedem bekannt. Doch denkt man näher über die Feinstaubplakette nach, klingen die öffentlichen Erklärung nicht mehr ganz so einleuchtend wie im ersten Moment.

Im Ergebnis dürfen die meisten neuen Fahrzeuge die neuen Umweltzonen problemlos passieren, da sie ohne Einschränkungen die grüne Plakette erhalten. Ältere Baujahre jedoch erhalten meistens nur noch die gelbe oder rote Plakette. Ganz ohne Plakette bleiben vor allem über 10 Jahre alte Autos sowie viele Dieselfahrzeuge.

Fragt man jedoch einen Fachmann (und dazu reicht schon ein KFZ-Mechaniker), erklärt der relativ einfach und bestimmt, daß gerade die Autos, die keine Umweltplakette bekommen, den wenigsten Feinstaub produzieren, die Fahrzeuge jedoch, die die grüne Plakette erhalten, besonders viel Feinstaub in die Luft verbreiten. Ältere Motoren stellen diesen so genanten Feinstaub erst gar nicht her, da der Einspritzdruck viel zu gering ist, um Feinstaub zu produzieren. Die neueren Motoren, die mit einem weitaus größeren Einspritzdruck arbeiten, produzieren bei ihrer Verbrennung jedoch viel Feinstaub. Das soll nicht heißen, daß alte Motoren – vielleicht sogar noch ohne Katalysator – insgesamt umweltschonender sind als neue, aber in Hinsicht auf den vielbeschworenen Feinstaub schneiden sie eindeutig besser ab.

Doch wem nützen diese Verfälschungen der Wahrheit? Ganz einfach: kannst du dein Auto nicht mehr von deinem Hof runterfahren, muss schnell ein neues her. Freuen tut dies den Autohändler um die Ecke und noch viel mehr die großen Autohersteller.

Für die Gesundheit lautet das Fazit jedoch anders: Fahr lieber dein altes Auto weiter, denn feine Partikel (Feinstaub) werden von den Schleimhäuten im Nasen/Rachenraum bzw. den Härchen im Nasenbereich nur bedingt zurückgehalten, während gröbere Partikel - also aus älteren Motoren - keine Belastung der Atemwege darstellen. Und jedes Auto, dass nicht extra neu produziert werden muss, schont die Umwelt (und den Geldbeutel) zusätzlich.


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