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25.11.2007: Demo in Neumünster - "Hände weg vom Club 88"


Eine Demonstration des nationalen Widerstandes gegen Repression führte fast schon erwartungsgemäß zu weiterer Repression. Wegstreckenkürzung per Auflagenbescheid, Willkürliches Ablehnen von nicht vorbestraften Ordnern und vor Ort abermals eine rechtswidrige Wegstreckenkürzung. Trotzdem sorgten 180-200 freie und parteigebundene Nationalisten aus dem Norden für genügend öffentliches Aufsehen in der Stadt.

Zunächst versammelten sich die Teilnehmer mittags auf dem AOK-Parkplatz in der Rudolf-Weissmann-Straße, wo die Demonstration um 13 Uhr beginnen sollte. Doch es kam zu einer deutlichen zeitlichen Verzögerung des Beginns, weil die Polizei insgesamt 14 nicht vorbestrafte Personen willkürlich als Ordner ablehnte. Nachdem endlich genügend Ordner akzeptiert worden waren, folgte gleich die nächste Schikane: Alle schwarzen und schwarz-weiß-roten Fahnen mussten eingerollt werden, da die Polizei nur Bundes- und Länderfahnen zulassen wollte. Zwar wurden in der Anmeldung keine genauen Farbdefinitionen für die Fahnen angegeben, aber solche auch nicht im Auflagenbescheid ausgeschlossen. Und bekanntermaßen gibt es höchstrichterliche Urteile, die das Benutzen von schwarzen und schwarz-weiß-roten Fahnen ausdrücklich zulassen.

Gegen 14 Uhr konnte sich der Marschzug endlich in Bewegung setzen. Laut und kraftvoll ging es in die Ringstraße, Parolen wie "frei, sozial und national!" und "Widerstand läßt sich nicht verbieten!" schallten dem Zug voraus. Doch dann stoppte die Polizei den Marschzug plötzlich. Angeblich befänden sich gegnerische Blockaden auf dem Sachsenring, die nicht aus dem Weg geräumt werden könnten. Aus politischen Gründen nicht geräumt werden dürfen, wäre wohl treffender. Die Polizei weigerte sich jedoch, einen polizeilichen Notstand zu erklären, sondern verfügte die Wegstreckenänderung als Auflage. Dies wurde vom Versammlungsleiter sofort für rechtswidrig erklärt. Der Versammlungsbehörde wird es nun wohl schwerlich gelingen, ohne einen Polizeinotstand diese rechtswidrige Auflage zu begründen. Vor Ort blieb aufgrund der Verhältnisse keine andere Wahl, als die rechtswidrige Kürzung der Wegstrecke zu befolgen. Die Zeit, wo der Marsch zwangsweise unterbrochen war, wurde für eine kurze Zwischenkundgebung genutzt, der auch viele Anwohner lauschten. Wie die angebliche "Blockade" ausgesehen haben soll, sofern es überhaupt eine gab, das konnten sich die Aktivisten schon sehr gut vorstellen, denn rundherum um die Demonstration befanden sich nur kleine Häuflein armseligsten Gelumpes, nicht einmal annähernd solches Klientel, das sich einer polizeilichen Räumung überhaupt ernsthaft hätte widersetzen können. Schon bei der Anreise konnte man aus der Bahn heraus einen vielsagenden Blick auf die Gesamtlänge der Gegendemonstration werfen, die zum allergrößten Teil aus spießbürgerlichen Gutmenschen bestand und bestenfalls 350-400 Teilnehmer umfasste. Auch im roten Norden verfehlt die etablierte Hetze ihre Wirkung scheinbar zusehends, der Popanz befindet sich ebenso wie sein System auf dem absteigenden Ast.

Unsere Demonstration blieb weiterhin lautstark, die Straßen wurden ganz klar vom nationalen Widerstand dominiert. "Hände weg vom Club 88!" forderten die Aktivisten immer wieder. Nach anderthalb Kilometern erreichte der Marschzug wieder seinen Ausgangspunkt. Mehrere Redner geißelten in ihren Ansprachen die staatliche Repression gegen nationale Menschen und forderten die Kameraden zu noch mehr Widerstand und Solidarität dagegen auf. Der Club 88 wurde als beispielhaftes Projekt gewürdigt, das sich nunmehr schon seit elf Jahren aller Repression und Hetze zum Trotz in einer Stadt wie Neumünster gehalten hat, was eben keine Selbstverständlichkeit ist, sondern harte Arbeit, überzeugten Durchhaltewillen und die Solidarität aller Unterstützer voraussetzt. So können wir auch die Repression gegen unsere Demonstrationen brechen! Die Stadt Neumünster wird noch feststellen müssen, dass Repression gegen nationale Menschen nicht einfach hingenommen wird, sondern durchaus Konsequenzen hat.

Einen kleinen Vorgeschmack gab es bereits unmittelbar nach der offiziellen Demonstration, als sich ein großer Teil der Aktivisten wieder auf den Rückweg zum Bahnhof begab. Begleitet von teilweise völlig überforderten Polizeikräften wurde die Wegstrecke, die fast genau so lang wie die vorherige Demonstrationsstrecke war, ganz spontan zu einem lautstarken und kraftvollen Schaulaufen des Widerstandes mitten durch die Neumünsteraner Einkaufsstraßen genutzt. Auch ein paar versprengte Grüppchen von Gegendemonstranten durften noch Zeugen des stimmungsvollen Auftritts werden, der am Bahnhof schließlich ohne nennenswerte Zwischenfälle endete.

Quelle: http://www.widerstandnord.com/aktionsbuero


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