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23.09.2007: Heldenverehrung von anerkannter Seite?
Das Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege ist in der BRD derzeit kein Thema mehr. Es herrscht nicht nur völliges Desinteresse, nein, jeder der gute Worte über Weltkriegsveteranen oder deutsche Opfer verliert, wird sofort in die ganz „rechte“ Ecke geschoben. Und so sind wir Nationalbewußten inzwischen die Einzigen, die noch offiziell der deutschen Opfer gedenken.

Daß Volkes Meinung auch hier anders ist als die der etablierten Politiker, Medien und Wortführer, haben wir bei unseren Gedenkveranstaltungen schon häufiger gespürt. Statt staatlich verordnetem „Aufstand der Anständigen“ unseren Reinigungstruppen gegenüber verspürten wir eher Anerkennung und Dankbarkeit, daß sich endlich wieder jemand um die Ehrenmäler der Gefallenen kümmert. Und erstaunlich aber wahr: im kleinen Rahmen dürfen sogar politisch allgemein anerkannte Personen anerkennend über unsere tapferen Soldaten berichten. In Lentföhrden hat sich der Dorfchronist Uwe Looft die Mühe gemacht, den 80 Namen auf dem Kriegerdenkmal in der Ortsmitte eine Geschichte zu geben. Ihm war aufgefallen, daß das Denkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs zwar gut gepflegt wird, doch kaum noch jemand weiß, wer diese Männer waren, woher sie kamen und wie ihre meist sehr kurzen Leben verliefen. Um diese 80 Kämpfer fürs Vaterland nicht dem ewigen Dunkel der Geschichte zu überlassen, schaffte er es nach langwierigen Forschungen, über fast jeden der Gefallenen eine kurzen Abriß über dessen Leben zu veröffentlichen.
Im Selbstverlag veröffentlichte er die Gefallenen-Chronik mit dem denkwürdigen Namen „Setzt Euren Helden Steine“, die nun für sieben Euro beim Gemeindekaufmann erhältlich ist und setzte damit sich selbst und den Gefallenen ein zweites Denkmal. Der Titel entstand in Anlehnung an einen Liedtext des Lyrikers Hans Baumann, der sich im Dritten Reich und auch danach unter anderem mit Soldatenliedern einen Namen machte. Inhaltlich versucht Uwe Looft auf 207 Seiten vor allem die Schicksale der 80 Gefallenen bekanntzumachen, aber auch zahlreiche geschichtliche Exkurse bereichern das Buch, welches sich insgesamt zwar allgemein kriegskritisch aber den Gefallenen gegenüber durchaus positiv äußert.
Im Regelfall wäre nun gleich ein bundesrepublikweiter Sturm der Entrüstung losgebrochen (obwohl das Buch an sich wirklich ausgewogen ist, aber das hält bekanntlich nicht ab), Berufslinke, Zentralrat der Juden und antideutsche Chaoten hätten erneut ein gefundenes Fressen gefunden. Doch obwohl sogar die Gemeinde Lentföhrden offizieller Herausgeber ist und die Lokalzeitungen positiv über das Buch berichteten, scheint hier bislang kein öffentliches Interesse an der Berufsbetroffenheit zu bestehen. Vielleicht auch, weil man den „Schuldigen“ nicht mehr bloßstellen kann, denn er starb leider vier Tage nach Vollendung seines Buches, welches somit als Abschluß seines lokalpatriotischen Lebenswerkes gelten muß.
Somit besteht die Hoffnung, daß sich dank einer weiteren interessanten Veröffentlichung wenigstens die Lentföhrdener zukünftig etwas mehr für ihre Ortsgeschichte interessieren. Schließlich kann inzwischen deutschlandweit beobachtet werden, daß sich das Volk immer mehr gegen das „politisch korrekte“ Totschweigen oder pauschale Verteufeln der Vergangenheit auflehnt.
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