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29.06.2007: Bundeswehr im Planungstief
Auf ihrem Weg zur internationalen Vasallentruppe werden alle Truppenteile umstrukturiert, Kasernen geschlossen und Milliarden für neue Waffensysteme ausgegeben. Dafür solle die Bundeswehr zukünftig effizienter und schneller arbeiten können. Läßt man außer Acht, daß dieses Ziel ausschließlich dazu gedacht ist, daß die Bundeswehr zukünftig an noch mehr US-geführten Auslandseinsätzen teilnehmen kann, wäre dies ein durchaus löblicher Plan.
Doch während die Bundeswehrführung immer wieder betont, daß die Umstrukturierung gut vorankomme, reicht ein kurzer Blick hinter die Kulissen, um die Wahrheit zu erkennen. Nicht nur, daß unsere Heimat garantiert nicht am Hindukusch verteidigt werden kann (eher drohen dadurch islamistische Anschläge auch bei uns), zugleich wird die effektive Heimatverteidigung abgeschafft und die Kosten durch sinnlose Privatisierungsmaßnahmen in die Höhe getrieben.
In Boostedt bei Neumünster wird derzeit das komplette Instandsetzungsbataillon 166 sowie das Logistikbataillon 162 zusammengezogen, um dort zentral über alles benötigte Fachwissen und auch die notwendige Anzahl an Arbeitskräften zu verfügen. Im Gegenzug wird die bislang ebenfalls dort stationierte Panzerbrigade nach Niedersachsen abgezogen. Die Bundeswehr macht es sich einfach: Boostedt müsse sich (anders als viele andere Standorte) keine Sorgen machen, seine Existenz ist auf Jahre hinaus gesichert. Sinnvoll scheint die ganze Verschiebeaktion jedoch nicht zu sein, denn die Panzermechaniker haben nun nichts mehr zu tun! Der Transport eines Panzers von seinem neuen Standort in Munster bis zum Instandsetzungsbataillon nach Boostedt kostet 5000 bis 6000 Euro. Deshalb würden die Reparaturen nun nicht mehr vom bundeswehreigenen Personal durchgeführt, sondern von der neu gegründeten Heeresinstandsetzungslogistik GmbH, einer Kooperation zwischen Bundeswehr und privaten Industrieunternehmen. Dies wäre billiger als der Transport.
Noch billiger wäre es allerdings gewesen, Panzerbataillon und Instandsetzung wie in der Vergangenheit üblich an einem gemeinsamen Standort zu belassen! Die Industrie freuts jedoch, die Bundeswehrfühung offenbar auch. Nur die Steuerzahler und die gelangweilten Bundeswehrsoldaten sind mal wieder die Leidtragenden!
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