Flugblattverteilung am Rande der Einwohnerversammlung in Boostedt
Ab Januar 2015 sollen 500 Asylanten in der kleinen Gemeinde Boostedt untergebracht werden. Das Land plant eine Sammelunterkunft in Teilen der Rantzau-Kaserne. Da der Unmut in der Bevölkerung wächst, wurde am 8. Oktober 2014 eine Einwohnerversammlung einberufen.

Viele Bürger kamen – zu viele, denn die Räumlichkeiten reichten nicht aus und so wurden etwa 80 Einwohner wieder nach Hause geschickt. Im Saal ging es hingegen hoch her. Während Aktivisten der NPD zeitgleich im Ort Aufklärungsflugblätter in den Briefkästen und hinter die Scheibenwischer der Fahrzeuge verteilten, mischte sich eine kleine Abordnung der Nationaldemokraten unter die Besucher. Viel Politprominenz und unverbesserliche Asyllobbyisten waren erschienen, um Fragen der Einwohner zu beantworten und den Boostedtern eine "Willkommenskultur" schmackhaft zu machen.

Zu Beginn der Versammlung kam sofort Unruhe auf, als die Staatssekretärin Manuela Söller-Winkler in einer überheblichen und arrogant wirkenden Art den Beschluß der Gemeindevertretung, die Zahl der Asylanten auf 250 zu begrenzen, mit einem Satz vom Tisch wischte. Auch von einer Zusage ihres Vorgängers, die Unterbringung zeitlich auf fünf Jahre zu begrenzen, wollte die Staatssekretärin nichts mehr wissen. Ab diesem Zeitpunkt war den meisten Anwesenden klar, daß die Verantwortlichen ohnehin nicht mit sich reden lassen und über die Köpfe der Boostedter hinweg 500 Asylanten in die kleine Gemeinde stopfen würden. Trotzdem machten viele Anwesende im Verlauf der Veranstaltung ihrem Unmut Luft. Es ging unter anderem um sinkende Immobilienpreise und ausufernde Kriminalität. Alle Bedenken der Einwohner wurden mit netten Worten aus dem Weg geräumt. Glauben konnten die Boostedter diesen "Sonntagsreden" schon lange nicht mehr und so blieb am Ende der Veranstaltung ein ungutes Gefühl bei vielen der Anwesenden bestehen.

Die Nationaldemokraten verstehen sich als Sprachrohr der Boostedter und werden den Widerstand der Einwohner unterstützen. Was viele denken, aber nicht zu sagen trauen, sprechen wir deutlich aus. Das Boot ist voll! Wir wollen kein neues Asylantenheim, nicht in Boostedt und auch nicht woanders! Daher fordert die NPD die Abschaffung des einklagbaren Rechts auf Asyl und eine sofortige Abschiebung von Scheinasylanten!




J. Lemke

14.10.2014
 
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